Der Vorstand kam im Berichtsjahr zu drei ordentlichen Sitzungen zusammen. Ergänzend dazu fanden zwei ausserordentliche Sitzungen statt, in denen sich der Vorstand vertieft mit der weiteren Zusammenarbeit mit der Stiftung Sammlung E. G. Bührle befasste sowie entsprechende Leitlinien vorbereitete und verabschiedete.
Vorstandssitzung vom 17.März
Die Direktorin informiert, dass der Subventionsantrag fristgerecht eingereicht wurde. Der Antrag trägt dem gestiegenen betrieblichen und personellen Aufwand sowie den strategischen Entwicklungszielen des Kunsthauses Rechnung. Der zusätzliche Personalbedarf wurde extern plausibilisiert.
Zum Stand des Sanierungsprojekts wird ausgeführt, dass das Nutzungs- und Betriebskonzept abgeschlossen werden konnte. Dieses bildet die Grundlage für die anstehende Machbarkeitsstudie, deren Ausschreibung durch die Stiftung Zürcher Kunsthaus erfolgte. Ziel der Studie ist die Prüfung der vorgesehenen Massnahmen unter wirtschaftlichen, gebäudetechnischen sowie betrieblichen Gesichtspunkten.
Der Vorstand verabschiedet den Geschäftsbericht 2024 sowie – nach intensiver Diskussion – die Jahresrechnung 2024, die erneut einen hohen Verlust und damit ein weiter erhöhtes negatives Vereinskapital ausweist.
Sodann lässt sich der Vorstand über die Besucherentwicklung informieren und erhält einen Überblick über die Publikumsresonanz auf die Ausstellungen des Berichtsjahres, namentlich zu «Matthew Wong – Vincent van Gogh» sowie «Marina Abramović».
Weiter beschliesst der Vorstand, die Mitgliederbeiträge für das Jahr 2026 unverändert zu belassen. Gleichzeitig wird die bisherige pro-rata-Reduktion bei Mitgliederbeiträgen aufgehoben. Künftig soll verstärkt auf Mitgliedschaften mit längerer Laufzeit gesetzt werden, während bestehende Rabattregelungen unverändert bestehen bleiben.
Schliesslich nimmt der Vorstand zur Kenntnis, dass Hedy Graber anlässlich der Generalversammlung vom 26. Mai 2025 offiziell verabschiedet wird. Die Nachfolgeregelung erfolgt gemäss den zuständigen behördlichen Verfahren.
Ausserordentliche Vorstandssitzungen vom 11. April und 8. Mai
An ausserordentlichen Sitzungen vom 11. April und 8. Mai befasst sich der Vorstand mit der weiteren Zusammenarbeit mit der Stiftung Sammlung E. G. Bührle und genehmigt entsprechende Leitlinien.
Vorstandssitzung vom 22. September
Erstmals wirken die neu gewählten Vorstandsmitglieder Kathrin Frey, Nachfolgerin des im August aus dem Vorstand ausgeschiedenen Mitglieds Murielle Perritaz, sowie Sibylle Lichtensteiger, welche auf die zurückgetretene Hedy Graber folgt, in den Vorstandsgeschäften mit.
Im Bereich der Geschäftsleitung ergeben sich personelle Veränderungen: Mit Remo Longhi wird per Zirkularbeschluss vom 4. September 2025 ein neuer Leiter Operations, Finanzen & Betrieb gewählt, mit Stellenantritt per 1. Januar 2026. Der Präsident spricht Alex Schneider, dem bisherigen Leiter Operations, Finanzen & Betrieb, seinen Dank für die in den vergangenen Jahren geleistete Arbeit aus.
In den Bereichen Vermittlung & Public Programme sowie Mitgliederservice erfolgen personelle Verstärkungen, über die sich der Vorstand informieren lässt. Maja Wismer hat per 1. Juli 2025 die Leitung Sammlungsbetreuung & Forschung übernommen. Per 1. Februar 2026 wird Hendrik Folkerts als Chief Curator of Programme in das Kunsthaus eintreten. Im Mitgliederbereich hat DariushGhobad per 15. September 2025 die Leitung Mitgliederservice übernommen.
Weiter lässt sich der Vorstand über die Ergebnisse einer Anfang 2025 durchgeführten externen Publikumsstudie informieren, die zusätzliche Einblicke in Besucherstruktur und Publikumsresonanz ermöglicht.
Zudem wird der Vorstand über den Stand der politischen Geschäfte im Zusammenhang mit dem bei der Stadt Zürich eingereichten Subventionsantrag sowie dem beantragten Förderbeitrag zur Unterstützung der Provenienzforschung im Umfeld der Sammlung Stiftung E. G. Bührle orientiert. In diesem Zusammenhang wird festgehalten, dass die weiterführende Provenienzforschung zu den entsprechenden Werken erst nach Vorliegen des politischen Entscheids sowie der zugesprochenen finanziellen Mittel aufgenommen werden kann.
Schliesslich beschliesst der Vorstand einstimmig die Wiederwahl von Dr. Conrad Ulrich als Vizepräsident und Quästor sowie die entsprechenden Mutationen im Handelsregister aufgrund der Veränderungen im Vorstand.
Vorstandssitzung vom 10. November
Der Vorstand diskutiert intensiv die Hochrechnung 2025 sowie das Budget 2026/2027. Die Dreijahresplanung steht im Einklang mit dem vom Stadtrat beschlossenen Rahmenbudget; punktuelle Abweichungen werden beraten. In diesem Zusammenhang beschliesst der Vorstand, zusätzliche Budgeteinsparungen vorzunehmen, die proportional über die Abteilungen verteilt werden sollen.
Das auf dieser Grundlage überarbeitete Budget 2026/2027 soll dem Vorstand erneut vorgelegt werden; die Genehmigung des Budgets ist anschliessend im Zirkularverfahren vorgesehen.
Der Vorstand nimmt sodann einen Rück- und Ausblick auf das Ausstellungsprogramm zur Kenntnis. Die Ausstellungsbudgetierung 2026 bewegt sich auf einem vergleichbaren Kostenniveau wie im Vorjahr; die Planung für 2027 befindet sich in Erarbeitung.
Weiter lässt sich der Vorstand über die aktuellen Entwicklungen sowie die strategischen Schwerpunkte der Abteilung Partnerschaften & Philanthropie informieren.
Schliesslich befasst sich der Vorstand mit der Einsetzung einer unabhängigen Expertenkommission als wissenschaftlicher Beirat zur Begleitung der Provenienzforschung des Kunsthauses. Vorgesehen sind ein Peer-Review-Verfahren sowie eine Grundlagenforschung in Zusammenarbeit mit dem Kunsthistorischen Institut der Universität Zürich. Als Mitglieder der Kommission wählt der Vorstand einstimmig Dr. Nikola Doll, Prof. Dr. Christina Späti und Dr. Herbert Winter für eine Amtsdauer von drei Jahren mit Wiederwahlmöglichkeit.
International Advisory Board
Seit 2023 ersetzt ein internationales Beratungsgremium, geleitet von Cristina Bechtler als Präsidentin, den Museumsbeirat. Der IAB funktioniert wie ein Thinktank und arbeitet pro bono. Mit der Konstituierung wurde ein informelles «Forum» oder ein Thinktank geschaffen, der das Kunsthaus Zürich dabei unterstützt, gesellschaftliche Trends zu antizipieren und sein Profil und seine Wirkung zu schärfen. Der IAB traf sich dieses Jahr zu zwei Sitzungen, eine live und eine online, und diskutierte ausführlich über die lokale und globale Ausgewogenheit in der Programmgestaltung und die zukünftige Nutzung der verschiedenen Gebäudeteile, aus denen das Kunsthaus besteht (Müller-, Pfister-, Moser- und Chipperfield-Bau).
